Erfahrungsbericht Jakob Moser von der Erasmus+ Staff Training Week in Brünn – Summer AI Lab 2026
Erfahrungsbericht des Mitarbeiters Jakob Moser von der Erasmus+ Staff Training Week in Brünn – Summer AI Lab 2026
Das Summer AI Lab 2026, das von der Masaryk-Universität in Brünn veranstaltet wurde, bot spannende Einblicke in den aktuellen Stand der künstlichen Intelligenz und deren Anwendung in der Hochschulverwaltung. Im Rahmen der Erasmus+ Staff Training Week verdeutlichte das Programm zudem den hohen Stellenwert internationaler Zusammenarbeit, beruflicher Weiterbildung sowie des Austauschs bewährter Praktiken zwischen Hochschulen in ganz Europa. Während der gesamten Woche wurden theoretische Inputs mit praxisorientierten Workshops kombiniert, wodurch ich erkunden konnte, wie KI die Effizienz, Kommunikation und Servicequalität im administrativen Arbeitsalltag verbessern kann. Besonders geschätzt habe ich, dass der Fokus stets auf praxisnahen Anwendungsfällen lag und nicht auf rein technischen Konzepten.
Die Schulung deckte ein breites Themenspektrum ab. Sie begann mit aktuellen Entwicklungen im Bereich der künstlichen Intelligenz und dem Wandel von klassischen Chatbots hin zu autonomen KI-Agenten. Gemeinsam verglichen wir verschiedene KI-Lösungen – darunter ChatGPT, Claude, Gemini, Perplexity und NotebookLM, um nur einige zu nennen – und diskutierten ihre jeweiligen Stärken und Grenzen für unterschiedliche administrative, aber auch nicht-administrative Aufgaben. Eine meiner wichtigsten Erkenntnisse war, dass es nicht das eine „beste“ KI-Tool gibt – vielmehr eignen sich unterschiedliche Lösungen für unterschiedliche Anwendungsfälle. Darüber hinaus gewann ich ein besseres Verständnis zentraler KI-Begriffe, der Grundlagen des Promptings sowie des Prompt Engineerings. Dabei lernte ich, wie sorgfältig formulierte Prompts die Qualität der erzeugten Inhalte deutlich verbessern können.
Ein besonderes Highlight war das Thema Workflow-Automatisierung. Auf Grundlage realistischer Szenarien aus der Hochschulverwaltung entwickelten und implementierten wir automatisierte Prozesse. Obwohl ich mich bereits zuvor mit diesem Themenbereich beschäftigt hatte, empfand ich diese Einheiten als äußerst wertvoll, da sie viele praxisnahe Ideen und Details vermittelten, die ich künftig übernehmen kann. Die Möglichkeit, verschiedene Ansätze auszuprobieren, zu testen und sogar Themen wie Prompt Injections zu untersuchen, verschaffte mir ein deutlich tieferes Verständnis dafür, wie KI-Systeme in der Praxis funktionieren.
Weitere Programmpunkte befassten sich mit KI-gestütztem Sprachenlernen, der Erstellung von Präsentationen und Visualisierungen sowie dem verantwortungsvollen Einsatz künstlicher Intelligenz. Themen wie DSGVO, Datenschutz, institutionelle Richtlinien, Bias sowie die Bedeutung menschlicher Kontrolle wurden durchgängig behandelt und machten deutlich, dass KI den Menschen unterstützen – nicht ersetzen – soll.
Neben den fachlichen Inhalten war der Austausch mit Kolleginnen und Kollegen von Hochschulen aus ganz Europa und darüber hinaus einer der wertvollsten Aspekte des Summer AI Lab. Die Zusammenarbeit mit Teilnehmenden unterschiedlicher Institutionen, Länder und beruflicher Hintergründe ermöglichte es uns, Verwaltungsprozesse zu vergleichen, bewährte Praktiken auszutauschen, gemeinsame Herausforderungen zu diskutieren und voneinander zu lernen. Diese Begegnungen führten zu wertvollen beruflichen Kontakten und eröffneten Möglichkeiten für zukünftige internationale Kooperationen.
Insgesamt bot das Summer AI Lab eine hervorragende Kombination aus theoretischem Wissen, praktischer Anwendung und internationalem Austausch. Das Erasmus+-Programm schuf einen ausgezeichneten Rahmen für Vernetzung, Wissensaustausch und interkulturelles Lernen und zeigte eindrucksvoll, wie Personalmobilität zur Internationalisierung von Hochschulen beiträgt. Ich kehrte mit einem vertieften Verständnis aktueller KI-Technologien, zahlreichen neuen Ideen zur Optimierung administrativer Arbeitsabläufe sowie einem wertvollen internationalen Netzwerk von Kolleginnen und Kollegen zurück, die sich ähnlichen Herausforderungen in der Hochschulverwaltung stellen.

