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Forschung

SiACo Sing Against Cortisone - stimmtherapeutisch und gesangspädagogische Studie mit AKH

SiACo-Studie (sing against cortisone)

2020 werden wir im Bereich Gesang eine Interventionsstudie gemeinsam mit ÄrztInnen der Universitäts-HNO-Klinik Wien und einer Logopädin vom Zentrum für Kommunikationsmedizin durchführen:

"Eine prospektive stimmtherapeutisch-gesangspädagogische  Interventionsstudie an ca. 20 Asthma- bzw. COPD-PatientInnen mit Heiserkeit nach inhalativer Kortisontherapie."

SiACo Flyer

Wir wollen herausfinden, ob die durch Inhalationssprays verursachte Heiserkeit durch Gesangsübungen und aktives Singen oder im Rahmen einer logopädischen Stimmtherapie verringert werden kann bzw. nicht mehr auftritt.

Inhalationssprays mit entzündungshemmenden Inhaltsstoffen sind aktuell die Standard-Medikation bei Asthma (bronchiale) und COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung). Eine mögliche Nebenwirkung dieser Inhalationen ist Heiserkeit.

Nachdem bei einer Vielzahl von Stimmstörungen die logopädische Therapie zielführend ist und regelmäßiges Singen nachweislich eine Verbesserung der Lungenfunktion und der Stimmbandschließung erreichen kann, stellt sich die Frage der therapeutischen Interventionsmöglichkeiten.

Um diese Frage beantworten zu können, werden zwei Gruppen aus den Studienteilnehmerinnen und –teilnehmern gebildet: Training der Singstimme an unserer Universität und Training der Sprechstimme im Zentrum für Kommunikationsmedizin Wien.

Verantwortlich für die erste Gruppe „Training der Singstimme“ ist bei uns Annett Thoms (Institutsleiterin für Gesangspädagogik). Sie wird zusammen mit ihren Mitarbeiterinnen einen Laienchor aus den Betroffenen zusammenstellen. Bei den Chorproben einmal pro Woche werden gemeinsam Atemübungen und gesangstechnische Übungen (mit OVT = One Voice Technique) durchgeführt und danach ein Repertoire für ein Chorkonzert erarbeitet.

Die zweite Gruppe „Training der Sprechstimme“ wird von der Logopädin Katharina Klavacs betreut. Die logopädische Stimmtherapie findet in mehreren Einzelsitzungen im Zentrum für Kommunikationsmedizin, Lazarettgasse 25, statt.

Vor der ersten und nach der letzten Chorprobe sowie vor der ersten und nach der letzten Sitzung der logopädischen Stimmtherapie wird die Stimme der Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Klinischen Abteilung für Phoniatrie-Logopädie der Univ.-HNO Klinik untersucht. Dafür verantwortlich ist die HNO-Fachärztin und Phoniaterin Ao.Univ.Prof. Dr. Berit Schneider-Stickler, stellvertretende Leiterin der Klinischen Abteilung Phoniatrie-Logopädie der Univ.-HNO-Klinik der Medizinischen Universität Wien und stellvertretende Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Musik und Medizin.

Die Gesamtdauer dieser Studie beträgt etwa drei Monate.

Die Aufnahmekriterien für Interessenten dieser Studie sind:

Erwachsene (ab 18 Jahre) Asthma- oder COPD-PatientInnen, die

  • durch kortisonhaltige Inhalationssprays heiser geworden sind
  • vor der Einnahme von Kortison keine heisere Stimme hatten
  • bisher keine Gesangsausbildung hatten
  • nicht regelmäßig in einer Singgruppe, Chor oder Band singen
  • nicht bereits in logopädischer Betreuung sind

Patienteninformation

An der Forschungsarbeit beteiligte Ärztinnen, Ärzte und Gesangspädagoginnen sind:

Ao.Univ.Prof. Dr. Berit Schneider-Stickler: Univ. HNO-Klinik Wien, Klin. Abteilung Phoniatrie-Logopädie
Dr. Matthias Leonhard: Univ. HNO-Klinik Wien, Klin. Abteilung Phoniatrie-Logopädie

Katharina Klavacs, BSc: Logopädin
Annett Thoms : Institutsleiterin Gesangspädagogik Musikuniversität JAM MUSIC LAB Wien
Ao.Univ.Prof. Dr. Leopold  Stiebellehner: Klin. Abt. für Pulmologie, Univ. Klinik für Innere Medizin II
Univ. Prof. Mag. Dr. PhDr. Wilhelm Frank MLS: CEO Gesundheitssystemberatung GmbH
Christiane Niederbacher: Gesangspädagogin

An der Forschungsarbeit beteiligte Studierende der JAM MUSIC LAB University sind:

Lena Bencsics
Eleonora Maier

Gerne beantworten wir Ihre Fragen und informieren Sie über die Studie und die Chorarbeit.
Für mehr Informationen melden Sie sich bitte per SMS oder über WhatsApp bei
Annett Thoms, 0699 1897 4862 oder siaco@jammusiclab.com

November 7th, 2019
Forschungsprojekt