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Music in the Woods 2026: Fünf Tage, 30 Musiker und eine starke Gemeinschaft

Fünf Tage lang war die Ruhe von Gutenbrunn im Waldviertel von neuen Songs, Filmmusik, Gesprächen und kreativen Experimenten erfüllt. Vom 16. bis 20. September fand dort zum dritten Mal Music in the Woods 2026 statt. Der intensive Medienmusik-Workshop brachte 30 Musiker aus ganz Österreich zusammen.

Aus rund 120 Bewerbungen wurden 30 Talente ausgewählt, die ein Vollstipendium für die Teilnahme, Unterkunft und Verpflegung erhielten. Sie kamen mit unterschiedlichen Erfahrungen, Ideen und Zielen nach Gutenbrunn: Filmkomponist, Produzent, Game-Audio-Spezialist, Singer-Songwriter und Solokünstler mit einer jeweils ganz eigenen musikalischen Sprache.

Trotz dieser Vielfalt und der vielen starken Einzelpersönlichkeiten war die Atmosphäre während des gesamten Workshops nicht von Konkurrenz geprägt. Im Gegenteil: Ideen wurden geteilt, erste Entwürfe gemeinsam weiterentwickelt und Erfahrungen offen ausgetauscht. Man hörte einander zu, unterstützte sich und entdeckte, wie sehr die eigene Arbeit durch die Perspektiven anderer wachsen kann.

 

 

Einblicke in unterschiedliche Welten der Musik

Das Programm führte durch viele Bereiche des professionellen Musikschaffens. Der zweifach Emmy-nominierte Film- und Fernsehkomponist Lawrence Shragge berichtete von seiner Arbeit an mehr als 160 internationalen Produktionen. Dabei ging es nicht nur um Technik, sondern auch um musikalisches Erzählen, Dramaturgie und die Frage, wie Musik einem Bild eine eigene emotionale Ebene geben kann.

Der Komponist, Pianist und Dirigent Bernhard Melbye Voss brachte die Teilnehmer näher an die praktische Arbeit mit einem großen Orchester heran. Als Session-Dirigent an der Synchron Stage Vienna leitet er gemeinsam mit dem Vienna Synchron Orchestra Aufnahmen für internationale Produktionen von Disney, Netflix, Marvel und Warner Bros.

Der Singer-Songwriter und Produzent SLOMO teilte seine Erfahrungen aus dem zeitgenössischen Songwriting und der Musikproduktion. Er sprach über kreative Entscheidungen, Zusammenarbeit und darüber, wie aus einer ersten Idee Schritt für Schritt ein fertiger Song entstehen kann.

Martin Brem, ehemaliger Head of Global Music Services bei Red Bull, gab Einblicke in das internationale Musikbusiness und in die Verbindung zwischen Musik, Medien und globalen Marken. Der Produzent, Manager, Lehrende und Musikjournalist Jeff Levenson brachte weitere Perspektiven aus der internationalen Musikbranche in das Programm ein.

Ein wichtiger Bestandteil war außerdem der Workshop mit Susanne Lontzen, Leiterin Mitglieder & Kommunikation bei AKM. Sie vermittelte praxisnahes Wissen zu Urheberrecht, Tantiemen und kollektiver Rechtewahrnehmung – Themen, die für Musiker unverzichtbar sind, wenn sie ihre kreative Arbeit langfristig und professionell gestalten möchten.

Geleitet wurde das fünftägige Programm von Michael Klimas und Oliver Schmellenkamp, Leiter der Abteilung Medienmusik an der JAM MUSIC LAB Privatuniversität für Jazz und Popularmusik Wien.

 

Das eigentliche Herz von Music in the Woods war überall zu hören: in spontanen Sessions, in unfertigen Melodien aus den Proberäumen und in Gesprächen, die noch lange nach dem offiziellen Programm weitergingen. Der Medienmusik-Workshop in Österreich bot nicht nur Wissen über Film Scoring, Game Audio, Songwriting und Musikproduktion. Er schuf vor allem Raum für Begegnung und neue Zusammenarbeit.

Am vierten Tag präsentierten die Teilnehmer ihre Arbeiten vor Gästen aus Musik, Medien, Kultur und Politik. Zu hören war nicht nur, was innerhalb weniger Tage entstehen kann, sondern auch, wie unterschiedlich 30 junge Musiker dieselbe kreative Freiheit nutzen.

Auch ORF Niederösterreich berichtete über Music in the Woods 2026 und den Austausch zwischen aufstrebenden Talenten und erfahrenen Persönlichkeiten der Musikbranche. Im Bericht wurde zudem die ehemalige Teilnehmerin Tamara Flores hervorgehoben, deren Weg nach Music in the Woods bereits zu einer Nominierung für einen Latin Grammy geführt hat.

Nach fünf intensiven Tagen ist Music in the Woods 2026 zu Ende gegangen. Die entstandenen Songs, Freundschaften und Kollaborationen werden jedoch weiterleben. Auch in diesem Jahr wurde der Wald zu mehr als nur einem Veranstaltungsort: Er wurde zu einem Raum, in dem junge Musiker zuhören, ausprobieren und gemeinsam entdecken konnten, was möglich wird, wenn Talent auf Vertrauen trifft.

Music in the Woods ist eine gemeinsame Initiative der JAM MUSIC LAB Privatuniversität für Jazz und Popularmusik Wien, der AKM und des Veranstalterverband Österreich, unterstützt durch den SKE Fonds.

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Geschrieben am September 22nd, 2026